Mehr Strom bitte. Szenarien für die Dekarbonisierung und Elektrifizierung des Verkehrssektors

Projekthintergrund

Im Auftrag der Heinrich Böll Stiftung erstellte Arepo eine Kurzstudie, die synoptisch den Forschungsstand zur Frage „Wie schaffen wir die Öko-Energiewende im Verkehr?“ darstellt. Dazu wurden drei Szenarien ausgewählt, die die Bandbreite an technischen Optionen und Handlungskorridoren aufzeigen:

  1. das Szenario „Treibhausgasneutrales Deutschland im Jahr 2050“ des Umweltbundesamtes (2014),
  2. das „Dekarbonisierungsszenario 2035“, das das Wuppertal Institut in seiner Studie „Verkehrswende für Deutschland. Der Weg zu CO2-freier Mobilität bis 2035.“ (2017) für Greenpeace entwickelte, und
  3. den „95-Prozent-Klimapfad“, den die Unternehmensberatung Boston Consulting Group (BCG) und das Wirtschaftsforschungsunternehmen Prognos in ihrer Studie „Klimapfade für Deutschland“ 2018 für den Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) skizziert haben.

Das Papier wurde in der Reihe boell.brief „Grüne Ordnungspolitik“ veröffentlicht und diente als Grundlage für eine Podiumsdiskussion in der Heinrich Böll Stiftung mit politischen Entscheidungsträger*innen.

Aufgaben

Die Autor*innen von Arepo stellten die Szenarien insbesondere in Bezug auf zwei Fragen gegenüber:

  1. Wie viel Strom wird benötigt?
  2. Woher soll der Ökostrom kommen?

Dazu analysierten sie die unterschiedlichen Annahmen bezüglich der Entwicklung der Verkehrsleistung, der Energieeffizienz, dem Ausbau der erneuerbaren Energien in Deutschland und weltweit sowie dem Fortschritt im Bereich Sektorenkopplung. Die Studie resümiert, wie der optimale Pfad der Dekarbonisierung des Verkehrssektors vor diesem Hintergrund aussehen kann. Die Autor*innen beschreiben auch, wie die Bundesregierung zum Zeitpunkt der Veröffentlichung die Energiewende im Verkehr konkret mit Förderprogrammen, Richtlinien und Strategien voranbrachte bzw. wo noch Handlungsbedarf bestand, und liefern diese Einschätzungen ebenso für die EU-Ebene.