Nutzung von Busch-Biomasse in Namibia

Namibia ist stark von der Ausbreitung des Busches auf bis zu 45 Millionen Hektar Ackerland in neun der vierzehn Regionen des Landes betroffen. Durch die Verdrängung der Grasvegetation verringert sich die Tragfähigkeit der Weideflächen im Durchschnitt um zwei Drittel. Das hat auch dramatische Auswirkungen auf die Grundwasserneubildung und verringert die Wahrscheinlichkeit der Neubildung um zwei Drittel im Vergleich zur offenen Savannenvegetation.

Andererseits hat die Ausbreitung des Busches die Biomasseressourcen Namibias vergrößert, die sich auf schätzungsweise 400 Millionen Tonnen überschüssiger Biomasse belaufen und jährlich um mehr als 10 Millionen Tonnen nachwachsen.

Maßnahmen zur Beseitigung des Buschwuchses, bekannt als “Buschkontrolle und Biomassenutzung” (BCBU), schaffen neue Möglichkeiten für die namibische Wirtschaft. Sie bieten ein erhebliches Potenzial zur Steigerung der landwirtschaftlichen Produktivität, des Wirtschaftswachstums, der nachhaltigen Energieversorgung und vor allem der Beschäftigung – ohne die Nahrungsmittelproduktion zu beeinträchtigen. Hinzu kommen ökologische Vorteile wie die Wiederherstellung der Landschaft, die erhöhte Grundwasserneubildung, verbesserte biologische Vielfalt und andere Ökosystemleistungen.

Arepo war für die Evaluierung des BCBU-Projekts verantwortlich.