Zwischenevaluierung des Projekts “Ökologisierung der Finanzsysteme”

Hintergrund

Das Programm der Europäischen Investitionsbank zur Ökologisierung von Finanzsystemen der Internationalen Klimaschutzinitiative (IKI) arbeitet mit Zentral- und Privatbanken zusammen, um klimarelevante und ökologisch nachhaltige Investitionen zu fördern und so klimaresiliente Finanzsysteme zu unterstützen. Komponente 1 unterstützt die Zentralbanken und Aufsichtsbehörden in ihrem Engagement für eine grüne Agenda. Mit ihrem Fachwissen im Bereich der klimaverträglichen Finanzierung unterstützt die EIB die Zentralbanken bei der Entwicklung von Umstellungsplänen für den Finanzsektor mit spezifischen Elementen wie Taxonomien und Instrumenten zur Risikominderung, damit sie Rahmenbedingungen, Finanzmarktregulierungen und Aufsichtsfunktionen schaffen können, die sicherstellen, dass die Finanzsysteme in ihren Ländern besser in der Lage sind, Klimarisiken zu bewältigen und grüne Investitionen zu fördern. Komponente 2 arbeitet direkt mit Banken und Finanzinstituten bei der Entwicklung von
grünen Kreditportfolios zusammen.

Aufgaben

Die Zwischenevaluierung umfasste eine eingehende qualitative Bewertung, basierend auf umfangreichen halbstrukturierten Interviews mit dem Management und den Mitarbeitenden von Zentralbanken, Geschäfts- und Entwicklungsbanken sowie mit Programmmitarbeitenden in mehreren teilnehmenden Ländern. Die Evaluierung konzentrierte sich auf drei Fallstudienländer (Georgien, Kenia, Ruanda) und bewertete die technischen Unterstützungsleistungen anhand von Kriterien, die am OECD-DAC-Rahmenwerk ausgerichtet sind.
Das Evaluierungsteam rekonstruierte die länderspezifischen GFS-Prozesse (von der initialen Bedarfsklärung mit Zentralbanken bis zur Zusammenarbeit mit Finanzinstituten) und kartierte, welche Leistungen angeboten wurden, wie Prioritäten bei der inhaltlichen Ausrichtung gesetzt wurden und wie sich die Aktivitäten je nach Institutionstyp unterschieden. Das Team analysierte die Pakete der technischen Unterstützung detailliert, einschließlich Konzeption und Einsatz von Instrumenten (Gap-Analysen, Klimarisikomodelle, Screening-Leitlinien, Workshops zur Ideenentwicklung für grüne Produkte, „Training-of-Trainers“-Formate) sowie der sektoralen Abdeckung (Energie, Landwirtschaft, Verkehr, Gebäude usw.).
Zudem bewertete es die wahrgenommene Nützlichkeit, Flexibilität und lokale Anpassung der technischen Unterstützung, einschließlich der Frage, ob GFS an die Kapazitätsniveaus, regulatorischen Rahmenbedingungen und strategischen Prioritäten der Partner angepasst wurde, und an welchen Stellen die Partner ungedeckte Bedarfe oder inhaltliche Grenzen des Leistungsumfangs sahen.